7 Jan 2019

Test: Kensington SD7000 Surface Pro Dock

Eigentlich ist es ja mit Weihnachten so: Im Zeitraum vom 24.12. bis zum 26.12. feiert man eine besinnliche Zeit mit seinen Liebsten. Die Männer rätseln manchmal auch noch, wie viel das „wir schenken uns dieses Jahr nichts“-Geschenk kosten soll. Aber letztendlich gibt es meistens für alle Geschenke. Aber egal wie schön jedes Weihnachtsfest auch ist, eines ist immer gleich: nach dem 26.12. ist Schluss mit Geschenken. Anders bei mir. Bei mir kam am 27.12. ein schönes und großes Paket von Kensington an. Darin enthalten war das SD7000 Surface Pro Dock, welches ab dem Surface Pro 4 aus diesem quasi ein Surface Studio in Miniaturformat macht.

Thomas hatte im August zur Ankündigung des Docks bereits einen Artikel verfasst, auf den ich in diesem Zusammenhang gerne verweisen möchte.

Ich habe die Zeit intensiv genutzt um dieses wirklich außergewöhnlich stylische Dock auf Herz und Nieren zu testen. Die gesammelten Erfahrungen möchte ich nachfolgend gerne mit euch teilen.

Äußeres Erscheinungsbild / Anschlussmöglichkeiten

Vorweg kann man sagen, das SD7000 ist schwer. Der gesamte Klappmechanismus sowie die zwei Klappbügel sind durchgängig aus Metall und dementsprechend hochwertig verarbeitet. Die restlichen Teile des Docks sind aus griffigem Hartplastik, was im Test einen soliden Eindruck machte. Dennoch hätte ich mir, in Anlehnung an die Surface-Geräte und deren Exklusiv-Anspruch, gewünscht, dass die restliche Verkleidung auch aus Metall gewesen wäre.

Wie im Artikel von Thomas schon erwähnt, verfügt das Dock über die folgenden Anschlüsse:

  • vier 3.0 USB-Ports
  • einen USB-C-Anschluss
  • Gigabit-LAN
  • Audio
  • HDMI
  • Display Port
  • Power
  • Kensington Schloss

Insgesamt ist dies eine sehr breite Palette an Anschlüssen. Was mich in diesem Zusammenhang wirklich sehr positiv stimmt, ist die Tatsache, dass man so sein „altes“ Surface Pro 4, welches ich für meine Tests benutzt habe, mit einem USB-C Anschluss nutzen kann und darüber Peripherie anschließen kann. Über die Docking-Station kann man entweder mit einer Auflösung von 3840 x 2160  (4k) einen Monitor mit einer Auflösung von 60 Hz oder zwei Monitore mit derselben Auflösung mit 30 Hz erreichen. Die Verbindung zum Surface Pro erfolgt über den Surface Connector, welcher über einen seitlichen Mechanismus in das Surface Pro geschoben wird.

Nutzungserlebnis

In vorangegangenen Artikeln hab ich schon mal erwähnt, dass ich einerseits beruflich viel unterwegs bin. Wenn ich das mal gerade nicht bin, arbeite ich gerne aus dem Homeoffice heraus. Ergo entschied ich mich dafür, das SD7000 genau in diesem Kontext zu benutzen. Der „Versuchsaufbau“ ist recht simpel: Das Kensington Dock, ein Surface Pro, ein Microsoft Modern Keyboard und eine Microsoft Surface Maus.

Abb. 1: Aufbau der Testumgebung in weihnachtlicher Stimmung 😉

Die Verbindung des Surface Pro mit dem SD7000 ist wirklich denkbar einfach: Man schiebt das Surface einfach in die Oberseite der Docking-Station, schiebt den Surface-Connector wieder rein und schon kann es los gehen. Es ist wirklich ein narrensicherer Einrichtungsprozess.

Mit dem Kensington SD7000 kann man das Surface Pro in fast jeder aufrechten Position bequem positionieren. Man kann das Display sogar so einstellen, dass es perfekt flach vor einem liegt. Und immer wieder, wenn ich die Positionen gewechselt habe, kam mir der Gedanke: Das ist ja genauso wie beim Surface Studio. Nur eben im Miniaturformat.

Ich konnte wunderbar, während ich Telefonkonferenzen abgehalten habe, das Dock ganz nach unten fahren um dann mit dem Surface Pen meine Notizen zu machen. Schrieb ich eine Mail, so hab ich das Dock einfach wieder hochgezogen, so dass ich das Display wieder direkt vor Augen hatte. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen; besonders, da ich so gänzlich darauf verzichten konnte, meinen externen Monitor zu benutzen. Den habe ich zumeist nämlich eigentlich immer nur deswegen genutzt, weil der höher war als mein kleines Surface auf dem Tisch und ich nicht immer Lust hatte, den Rücken zu krümmen um darauf arbeiten zu können.

Abb. 2: Klappmechanismus

Was mir zudem ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist der magnetische Halter auf der linken Seite des SD7000. Brauchte ich den Surface Pen mal eine Weile nicht, konnte ich diesen einfach dort anheften und ihm dort seine Ruhe vor mir gönnen.

Abb. 3: Magnetischer Pen-Halter

Sicherheit

Wenn man an Kensington denkt, denkt man auch automatisch an den berühmten Sicherheitsverschluss der Marke. Und natürlich (alles andere hätte ich jetzt auch nicht verstanden) verfügt das SD7000 auch über zwei Sicherungsmöglichkeiten für Kensington-Lock. Die Sets sind nicht im Paket enthalten und müssen bei Bedarf daher gesondert erworben werden, z.B. bei Amazon ab etwa 20 Euro unter diesem Link.

Fazit

Wer sollte sich für die Kensington SD7000 Surface Pro Dockingstation entscheiden und vor allem warum sollte sie/er das machen?
Für diese Docking-Station sollten sich alle entscheiden, die Wert auf gesteigerte Produktivität legen und sich, wie in meinem Falle, endlich ihres externen Monitors entledigen möchten oder diesen nur zum Anzeigen von Inhalten in groß haben möchte.

Es kann aber auch sehr interessant für all diejenigen sein, die einem ultra portablen Gerät, wie es das Surface Pro nun einmal ist, ein wenig Desktop-Feeling einhauchen möchten, bedingt durch die wirklich zahlreichen Anschlussmöglichkeiten, die mit diesem Dock einher gehen.

Auch für Künstler, die die Anschaffung eines großen Surface Studio scheuen, kann dies eine sinnvolle und kostengünstige Wahl sein, weil so, wie oben bereits mehrfach erwähnt, aus einem Surface Pro ein kleines Surface Studio wird.

Um dies aber mal abzukürzen: Das SD7000 ist sinnvoll für jeden, der mehr als 400 Euro übrig hat und zudem Wert auf einen professionellen, aber dennoch hochflexiblen Desktop-Arbeitsplatz Wert legt, der zudem auch noch cool aussieht. Die Farbgebung im schlichten Surface-Grau sorgt zudem dafür, dass sich das SD7000 schön in jede Arbeitsplatzumgebung eingliedert.

Famous last words

Da ich dieses Dock exklusiv vor dem deutschen Marktstart für SurfaceInside testen durfte, sind noch ein paar Worte der Dankbarkeit angebracht:
Zum einen danke ich meinen lieben Kollegen aus dem Microsoft Surface-Team der Bechtle AG in Neckarsulm, die mir den Kontakt zu Kensington hergestellt haben. Und folglich danke ich natürlich auch ganz besonders der Firma Kensington, die den Ball angenommen hat und mir so schnell dieses wirklich schöne Stück Hardware zum testen hat zukommen lassen. Vielen herzlichen Dank!

Ausprobieren

Bei unserem Community-Meeting am 14.01.2019 in Stuttgart habt ihr die Möglichkeit die Docking Station live zu sehen und auszuprobieren.

Kaufen

Aktuell kann das SD-7000 bei Amazon bestellt werden. Der genaue Preis ist natürlich „Tagesware“, daher hier die direkte Verlinkung mit dem aktuellen Amazon-Preis. Interessierte Firmen können sich auch an autorisierte Kensington Vertriebspartner wenden, die Docking Station ist z.B. über das jeweils zuständige Bechtle-Systemhaus erhältlich oder über den Bechtle-Shop in Internet.

 

Über den Autor: Michael Stachowski

Ähnlich wie Ralf und Thomas bin ich ein großer Fan der Surface-Familie. Das liegt zum einen daran, dass ich mich beruflich mit dem sog. "Modern Workplace mit Office 365" beschäftige und diesen als IT Unternehmensberater meinen Kunden näher bringe - so dass eben auch die Geräte der Surface-Familie öfters in diesem Fokus eine Rolle spielen, auf der anderen Seite weil ich eben auch privat die Geräte nutze. Und last but not least bin ich auf Facebook auch noch der Community Lead der offiziellen Microsoft Surface Community Deutschland.