7 Dez 2016

Vorteilhaft: Update der Surface Dock mit dem Updater

Mit der SurfaceDock lassen sich Bildschirm, Netzwerk und USB-Gerät mit dem Surface verbinden. Dank dem Surface Snap-In Stecker reicht dazu ein Kabel aus. Wie jedes gute Stück Elektronik benötigt die SurfaceDock für ihre korrekte Funktion eine Firmware, die hin und wieder aktualisiert werden muss. Hierzu gibt es drei Möglichkeiten und eine Überraschung.

Zunächst einmal aber zur Funktion der Surface Dock. Sie verfügt über folgende Anschlüsse:

  • 2 x Mini Display Port
  • 4 x USB 3.0 Port
  • Gigabit-Ethernet
  • Audioausgang
  • Kensington Lock
  • 90 W Netzteil

Die Surface Dock ist bewusst etwas schwerer als die reine Technik es erfordert. Dafür steht sie stabil auf dem Tisch. Sie bietet den Vorteil, dass das Surface – auch wenn es auf dem Schreibtisch steht – in geneigter Position betrieben werden kann. In der Vergangenheit wurde oft nach einer Möglichkeit gefragt, das eingedockte Surface in flacher Position mit externem Equipment nutzen zu können. Wer das braucht, ist mit der Dock gut bedient, die über den patentierten Snap-In Connector auf der rechten Seite mit dem Surface verbunden wird. Das 65cm lange Kabel zwischen Dock und Surface ist extrem flexibel und kann damit auch um kleine Ecken herum gelegt werden. Die Unterseite der Dock ist gummiert, dadurch rutscht sie nicht auf dem Tisch.

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Für die SurfaceDock wurden bereits mehrere Firmware-Updates bereitgestellt, welche auf drei unterschiedliche Methoden installiert werden kann. Und da gibt es einen kleinen aber feinen Unterschied.

Methode 1

Die SurfaceDock Firmware wird normalerweise über Windows Update auf dem aktuellen Stand gehalten. Der Download erfolgt automatisch durch Windows Update. Die mehrstufige Installation geschieht im Hintergrund. Das nachstehende Flussdiagramm beschreibt die einzelnen Schritte:

manage-surface-dock-fig1-updateprocess

 

Der Firmwareupdateprozess für die SurfaceDock in der Abbildung umfasst die folgenden Schritte:

  1. Treiber für SurfaceDock werden auf Surface-Geräten, die angeschlossen sind oder zuvor angeschlossen waren installiert.
  2. Die Treiber für SurfaceDock werden geladen, wenn SurfaceDock an das Surface-Gerät angeschlossen wird.
  3. Die auf SurfaceDock installierte Firmwareversion wird mit der vom SurfaceDock-Treiber bereitgestellten Firmwareversion verglichen.
  4. Wenn die Firmwareversion auf SurfaceDock älter als die Firmwareversion im SurfaceDock-Treiber ist, werden die Firmwareupdatedateien des Hauptchipsatzes vom Treiber auf SurfaceDock kopiert.
  5. Wenn die Verbindung mit SurfaceDock getrennt wird, installiert SurfaceDock das Firmwareupdate im Hauptchipsatz.
  6. Wenn erneut eine Verbindung mit SurfaceDock hergestellt wird, wird die Firmware des Hauptchipsatzes mit der Firmware im SurfaceDock-Treiber abgeglichen.
  7. Wurde das Firmwareupdate für den Hauptchipsatz erfolgreich installiert, kopiert der SurfaceDock-Treiber das Firmwareupdate für DisplayPort.
  8. Wenn die Verbindung mit SurfaceDock zum zweiten Mal getrennt wird, installiert SurfaceDock das Firmwareupdate im DisplayPort-Chipsatz. Dieser Vorgang dauert bis zu drei Minuten.

Quelle: TechNet-Artikel Verwalten der SurfaceDock-Firmwareupdates 

Methode 2

Einzelne Docks können auch über die heruntergeladenen Software “Surface Dock Updater” sofort aktualisiert werden. Wir haben euch das ganze Prozedere mit den einzelnen Screenshots in einem HowTo-Artikel schon beschrieben. Damit lässt sich innerhalb von 15 Minuten die ganze Firmware aktualisieren. Während des Vorgangs muss die Dock natürlich auch mal vom Surface getrennt und wieder angeschlossen werden, damit alle Komponenten korrekt aktualisiert werden. Zum Artikel gelangt ihr hier:

HowTo: Neue Dock-Firmware mit dem “Surface Dock Updater v2” installieren

Methode 3

Firmen, die mehrere Docks kaufen und auf einmal aktualisieren wollen, müssen den Aufwand dafür so gering wie möglich halten. Microsoft bietet dafür ein Installationspaket an welches in eine Softwareverteilung eingebunden werden kann. Auch für den laufenden Betrieb ist dies sehr nützlich, denkt man an Firmen, die weltweit verteilt die Docks stehen haben und die IT-Abteilung von einem zentralen Punkt die Kontrolle über die eingesetzten Software-Stände haben will bzw. muss. Hier werden die Updates in der Regel nach entsprechenden Tests verteilt. Die Geräte selbst werden zentral zur Installation von Software verwaltet. Eigentlich eine gute Idee aber jetzt kommt der Unterschied: Dieses automatische Installationsverfahren aktualisiert nicht die ganze Dock. Wie oben auf dem Flussdiagramm zu sehen, werden der Hauptchipsatz und der DisplayPort aktualisiert. Wem fällt nun auf was fehlt? Richtig. Der USB-Hub fehlt. Auf die Spur kommt man bei einem intensiven Blick in das Event-Log, in das alle Aktionen protokolliert werden. Unter Nutzung des MSI-Installationspakets sieht man nach der Aktualisierung folgende Einträge:

dockmitmsi-upgedated

Nimmt man aber den Dock-Updater aus der oben beschriebenen Methode 2 dauert das Update ein paar Minuten länger, dafür sieht dann der Eintrag im Event-Log etwas anders aus:

dockmitupdater-upgedated

 

Warum der Unterschied ?

Wenn der Firmwareinstallationsprozess unterbrochen wird (weil z.B. die Stromversorgung von SurfaceDock während der Firmwareinstallation getrennt wird), wird auf Surface Dock automatisch die vorherige Firmware wiederhergestellt, ohne dass der Benutzer unterbrochen wird. Der Updateprozess wird neu gestartet, wenn die Verbindung mit SurfaceDock das nächste Mal getrennt wird. Beim Update der USB-Hubs darf die Verbindung nicht getrennt werden.

Der Unterschied ist also das interaktive Vorgehen, wie in Methode 2 beschrieben. Bei der unbeaufsichtigten Installation und dem im Hintergrund ablaufenden Update-Mechanismus der Methode 3 – um beim Bespiel der IT-Abteilung und weltweiten Softwareverteilung zu bleiben – kann nicht sichergestellt werden, dass die Dock nicht während des Updates getrennt wird.

Empfehlung

Aktualisiert man seine SurfaceDock über die MSI-Pakete ist der Hauptchipsatz und der Display Port aktualisiert. Die USB-Hubs sollte man nur bei bestehenden Problemen aktualisieren und das erfordert leider den manuellen Eingriff. Zudem benötigt der Surface Dock Updater administrative Rechte um ausgeführt zu werden. Diese haben normalerweise die wenigsten Benutzer in Firmenumgebungen.

 

Danke

Vielen Dank an Wolfgang für den Hinweis und an Felix für zusätzliche Hintergrundinformationen.

 

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Über den Autor: Ralf Eiberger

Schon 2012 als das erste Surface noch nicht angekündigt war und man spekulierte, dass Microsoft ein Tablet bauen würde, hatte ich es bereits in der Hand. Seither lässt mich das Thema Surface nicht mehr los. Von 2013 bis 2024 war ich MVP für Surface in der Kategorie Windows and Devices.