19 Nov 2015

Kurztest – Surface Dock am Surface Pro 3

Wie ich bei der Ankündigung des Surface Pro 4 bereits beschrieben habe hat Microsoft ein neues Dock (Port-Replicator) eingeführt, welcher als Ersatz für die Docking-Station dienen soll. Da ich in diesem Device gegenüber meiner Docking-Station durchaus Vorteile sehe habe ich mir diese bestellt und einen Schnelltest durchgeführt.

Den ausführlichen Test gibt es hier!

Bereits wenn man die Packung in der Hand hält fällt das doch recht hohe Gewicht auf. Das reine Dock wiegt ca. 550 Gramm, mit dem starken 95W Netzteil kommen da in Summe gut 1 kg zusammen. Dass das Dock so schwer ist würde ich als eher positiv beurteilen, so wird verhindert, dass Kabel das Dock kippen lassen oder gar vom Tisch ziehen. Letzteres wird aktiv noch durch eine gummierte Unterseite verhindert, welche das Dock sehr stabil auf dem Tisch stehen lässt.

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Das Surface Dock verfügt über folgende Anschlüsse:

  • 2 x Mini Display Port
  • 4 x USB 3.0 Port
  • Gigabit-Ethernet
  • Audioausgang
  • Kensington Lock
  • magnetische Snap-In-Stecker
  • 95 W Netzteil

Vorteile:

Im Gegensatz zur Docking-Station verfügt es somit über zwei an Stelle von einem Mini Display Port.
Verringert hat sich die Anzahl der USB-Anschlüsse, und zwar von fünf auf vier. Dafür sind alle Anschlüsse als USB 3.0 Ports ausgeführt, bei der Docking-Station waren zwei der Ports nur USB 2.0.

Einen klaren Vorteil gegenüber der Docking-Station sehe ich darin, dass man das Surface Pro selbst getrennt stellt und somit die Vorteile des Kick-Stands auch in gedocktem Zustand nutzen kann: die Aufstellung in einem fast beliebigen Winkel!
Und dieser Vorteil wiegt insbesondere dann sehr stark, wenn man das Tablet parallel zum angeschlossenen Monitor als Display mit dem Stift verwenden will. So ist es z.B. ein Vergnügen in Photoshop die Auswahl oder auch Korrekturen mit dem Stift vorzunehmen. In der Docking-Station ist das aufgrund des steilen und festen Winkels nur schwer machbar, das hier keine natürliche Haltung der Hand mit dem Stift mehr möglich ist. Und das war auch der Grund, warum ich meine Docking-Station gegen das neue Dock austauschen wollte.

Nachteil und ein Problem:

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass ich im letzten Satz plötzlich in die Vergangenheitsform gewechselt bin – und das hat auch seinen Grund: ich habe das Dock nämlich sehr schnell wieder eingepackt, und aus dem geplanten, ausführlichen Test wurde ein Kurztest. Dies hat zweierlei Gründe:

  1. Jeweils zwei der vier USB-Ports befinden sich an der Rück- und Vorderseite des Docks. Dies ist okay, wenn man im Normalbetrieb nur zwei Ports nutzen will, dann stehen die vorderen beiden Ports für USB-Sticks, Card-Reader o.ä. zur Verfügung und sind leicht zugänglich. Bei mir sind jedoch vier Ports immer belegt, und zwar durch den Empfänger meiner Funktastatur, eine USB 3.0 HDD und ein externes DVD-Laufwerk, welches aufgrund des Strombedarfs zwei Anschlüsse benötigt. Und dann sieht das Dock auf einmal gar nicht mehr so sexy aus:Dock
  2. Mein am Dock angeschlossener Monitor flackert ständig, egal an welchem Anschluss und egal, ob ich nur diesen oder zusätzlich noch das Display meines Surface Pro 3 nutze. Auch ein Reboot hat hier leider nichts geholfen. Das sieht dann so aus:

 

Während ich mit dem 1. Kritikpunkt noch gut hätte leben können ist der 2. Punkt für mich natürlich ein Show-Stopper. Ein Test war somit gar nicht vernünftig möglich, da der eigentliche Zweck eines solchen Docks gar nicht erfüllt werden konnte.

Es kann gut sein, dass das Problem durch eine Inkompatibilität mit meinem Samsung-Monitor verursacht wird, aber den werde ich natürlich deshalb nicht austauschen, zumal er erst ein paar Monate alt ist. Somit kann es sich hier um ein Individualproblem handeln. Mangels eines Alternativmonitors mit Display-Port Anschluss kann ich leider auch keinen Test mit einem anderen Monitor durchführen.

Es kann natürlich auch sein, dass das Problem durch ein Firmware-Update behoben werden kann, aber darauf hoffen möchte ich dann doch nicht.

Mein persönliches Fazit:

Schade, ich hatte mich wirklich auf das Dock gefreut. So habe ich das Dock bereits nach wenigen Testminuten wieder eingepackt und werde es zurückgeben.
Ich versuche noch einen Test bei meinem Arbeitgeber an einem anderen Monitor durchzuführen, eventuell wird Ralf sich auch mal versuchen. Wenn ich da zu einem anderen Ergebnis komme werde ich diesen Artikel entsprechend updaten!

Aber vielleicht hat auch jemand bereits Erfahrungen gesammelt und kann mir berichten, ob es sich hier um ein Individualproblem handelt oder nicht.

Update (20.11.2015):

Ich habe das Dock nun in meiner Firma an einem EIZO-Monitor, ebenfalls über Display-Port mit dem gleichen Kabel verprobt. Dort tritt das Problem nicht auf, es scheint also wirklich eine Inkompatibilität vorzuliegen.

Ich werde den Hinweis von Stephan nun noch verproben und dann einen überarbeiteten Artikel nachreichen!

Über den Autor: Thomas Paatsch

Thomas Paatsch
Wie auch Ralf bin ich ein Fan der Surface Produktfamilie und bin neben ihm hier einer der Hauptverfasser von Artikeln zu diesem Themengebiet. Nach einem Ausflug zur Konkurrenz (Toshiba Portégé) bin ich mittlerweile ins Surface Lager zurückgekehrt und heiße ein Surface Pro 6 mein Eigen. In meinem Haushalt gibt es aber auch noch einen Surface Laptop 1.