15 Mai 2018

Getestet: Adonit Ink Pro

Letzte Woche teilte ich meine Test-Erfahrungen zum Adonit Ink mit. Diese Woche gibt es nun den Testbericht zum Adonit Ink Pro, quasi dem höherpreisigen Schwestermodell aus dem Hause Adonit.
Das Testszenario bleibt unverändert gleich, zumindest was die Geräte anging. Getestet wurde auf einem Surface Pro 4 und einem Surface Book der zweiten Generation. Ich habe den Stift nahezu unentwegt über einen längeren Zeitraum benutzt und gegen meinen bisherigen Stift ersetzt. Gleichzeitig habe ich auch die Komfortfeatures getestet, die der Pen zusätzlich noch mit sich bringt.

Optik und Haptik

Nun, der Adonit Ink Pro ist im Vergleich zum Adonit Ink (mein Testbericht hier) etwas schwerer, wenn gleich auch er die selbe rundliche Form aufweist wie sein günstigerer Bruder, der Adonit Ink. Dennoch ist der Umfang Mit 10,5 mm leicht (1,3 mm) größer als der Adonit Ink.
Doch dieses etwas Mehr an Gewicht und Umfang macht sich bei mir durchaus positiv bemerkbar, was das allgemeine Schreibgefühl angeht. Der Stift gleitet wirklich absolut sauber über das Display und dabei liegt der Adonit Ink wirklich sehr gut ausbalanciert in der Hand. Einziger Wermutstropfen: Beim Adonit Ink Pro ist die selbe (auswechselbare) Spitze verbaut, wie auch beim günstigen Bruder. Ich habe es ja bereits beim ersten Test erwähnt: Wenn man Doppelklicks oder ähnliches auf dem Display macht, fühlt sich das schon echt hart und unschön an.

Der Adonit Ink Pro hat ebenfalls einen integrierten Akku der laut Hersteller bei permanenter Nutzung 24h halten soll. Geladen wird aber nicht via USB Anschluss, sondern über einen magnetischen Standfuß, den der Hersteller natürlich und selbstverständlich direkt mitliefert. Der Adonit Ink Pro besitzt leider keinen Clip und auch das Hinterteil ist anders aufgebaut. Hier befindet sich nämlich der Magnet, über den der Stift am oben genannten Aufladedock befestigt wird.

Der Pen hat zudem drei Tasten. Eine durchgängige Fläche mit jeweils einem Druckpunkt für Markierung bzw. Radierer. Die Tasten können in einer PowerPoint Präsentation zudem als Presenter benutzt werden um vor- bzw. zurück zu blättern.
Zusätzlich liefert der Hersteller mit Taste Nummer drei noch einen integrierten Laserpointer mit welcher ebenfalls bei PowerPoint Präsentationen benutzt werden kann und zuverlässig seine Dienste leistet.

Das einzige was mich dort minimal gestört hat, dass die Taste für den Laserpointer nahezu direkt an die „Zurück-Taste“ des Pens heranreicht (im Präsentations-Modus). Wenn man da nicht aufpasst springtman aus versehen wieder eine Folie zurück statt den Laserpointer zu verwenden. Das ist mir bei meiner ersten Präsentation mit dem Adonit Ink ganze 4 mal passiert. Das ist etwas unschön – aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und man hat „den Dreh raus“.

Schreibgefühl

Rein vom technischen Aspekt unterscheidet sich das Schreibgefühl des Adonit Ink Pro nicht vom Adonit Ink. Die Spitze ist die gleiche, welche auch im Adonit Ink verbaut ist. Wie ich aber oben bereits schrieb, ist der Adonit Ink Pro etwas schwerer als sein günstigerer Bruder. Der Adonit Ink wiegt 12g und der Adonit Ink Pro wiegt 18g. Diese 6g Unterschied sorgen zumindest dafür, dass ich persönlich mit diesem Stift mehr meine Freude habe, da er etwas besser ausbalanciert ist und etwas besser, im Sinne von schwerer, in der Hand liegt.

Ladedock

Das Dock sieht sehr edel aus und es lädt den Stift schnell auf. Hinzu kommt, dass es einen gewisser Blick-Fang Charakter hat. Um den Stift zu laden, muss das Dock per USB-Anschluss angeschlossen werden um dem Stift zu laden. Der INK Pro hat ebenfalls keinen magnetischen Streifen, sodass man ihn nicht an das Surface Pro bzw. Surface Book klippen kann.

 

Cortana Funktion

Der Adonit Ink Pro hat noch eine besonders interessante Funktion an Bord, nämlich die Spracheingabe per Mikrofon. Da diese Modelle extra für Microsoft Surface-Geräte konzipiert sind, kann man mit diesen Stiften Cortana ansprechen. Ein Doppelklick auf den oberen Button aktiviert die die gute Cortana und ich muss sagen, in meinem Test klappte dies erstaunlich gut.

Fazit

In meinem vorherigen Test zum Adonit Ink schrieb ich, dass sich dieser für normale User eignet, die nicht permanent mit dem Pen schreiben müssen und hatte meinen Test damit beendet, dass den Rat an die Poweruser richtete, meinen nächsten Test zum Adonit Ink Pro abzuwarten. Daher möchte ich nun die Antwort auf die Frage geben, ob sich der Adonit Ink Pro wirklich an Poweruser richtet: Ja, man kann den Stift sehr wohl einem Poweruser bedingungslos empfehlen.

Gerade die integrierten Präsentationsfeatures, die aktiviert werden, wenn man den Stift via Bluetooth mit dem Device koppelt, gefallen mir sehr gut. Meinen Logitech Presenter konnte ich jedenfalls seitdem zu Hause lassen und ich finde es fast schon schade, dass ich den Adonit Ink Pro wieder zurück senden muss. Denn der Stift lässt, abgesehen vom fehlenden Clip, fast keine Wünsche offen und ist mit ca. 75 Euro, die man für den Stift aktuell hinblättern muss,  in der Tat eine echte Alternative, wenn man nicht zum teureren Originalprodukt, dem Surface Pen, greifen möchte.

Über den Autor: Michael Stachowski

Ähnlich wie Ralf und Thomas bin ich ein großer Fan der Surface-Familie. Das liegt zum einen daran, dass ich mich beruflich mit dem sog. "Modern Workplace mit Office 365" beschäftige und diesen als IT Unternehmensberater meinen Kunden näher bringe - so dass eben auch die Geräte der Surface-Familie öfters in diesem Fokus eine Rolle spielen, auf der anderen Seite weil ich eben auch privat die Geräte nutze. Und last but not least bin ich auf Facebook auch noch der Community Lead der offiziellen Microsoft Surface Community Deutschland.