9 Dez 2019

Test des Surface Pro 7 – Aus dem Leben einer Schülerin

Lernvideos anschauen, Heftaufschriebe mit OneNote erstellen, im Internet recherchieren, PowerPoints erstellen – dies ist nur eine Auswahl der Dinge, für welche ich das Surface Pro 7 in den letzten beiden Wochen genutzt habe.

Nachdem euch mein Vater schon vor zwei Wochen mit „Zahlen, Daten, Fakten“ zum Surface Pro 7 gelangweilt (äh versorgt) hat will ich euch nun mal ein wenig mit Informationen aus der Praxis versorgen. Da ich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Ersatz für meinen derzeitigen Laptop bin, war ich direkt Feuer und Flamme, als mein Vater mir erzählte, dass er ein Surface-Tablet zur Verfügung gestellt bekomme und dass ich dieses doch testen könne.

Als er mir das Gerät dann, inklusive Tastatur und Surface Pen, überreichte, fielen mir sofort das ansprechende Design und das geringe Gewicht des Gerätes auf. Kurz gesagt: ich konnte es kaum erwarten weitere Facetten des Tablets zu entdecken.

Außendesign

Schon vor dem ersten Einschalten des Gerätes habe ich dieses von außen genauer betrachtet. Das erste was mir auffiel – das edle Design. Dieses ist zwar im Allgemeinen sehr schlicht, jedoch trotzdem modern. Die Farbe meines Testgerätes war Matt-Schwarz, was ich persönlich auch der anderen Variante in Platin-Silber vorziehe. Dies liegt daran, dass ich schwarz als modernere und schlichtere Farbe wahrnehme, die auch besser mit den verschiedenen Auswahlfarben für Tastatur und Stift kombinierbar ist.

Das verspiegelte Microsoft-Logo ist zentral im unteren Drittel der Rückseite platziert, wobei dieser Teil auch die Aufstellmöglichkeit des Gerätes ist. Diese ist leicht und vor allem stufenlos verstellbar, was mir schon ab der ersten Nutzung sehr gut gefallen hat. So kann man den Winkel problemlos an die jeweilige Nutzung und Oberfläche anpassen kann. Hierzu ein Beispiel: wenn ich Aufsätze oder ähnliches für die Schule schreibe, so mache ich dies häufig auch in meinem Bett. Hierfür ist die Verstellmöglichkeit sehr nützlich war, da das Tablet leicht in die Matratze einsinkt und man das so ausgleichen kann.

Tastatur

Was mir sofort auffiel, war die schöne Optik der roten Alcantara Oberfläche. Das Material ist sehr weich und fühlte sich im ersten Moment sogar an wie Stoff. Ich fürchte hier jedoch, dass das Material sehr empfindlich ist und Flecken etc. sehr schnell zu sehen und ebenso schwer zu entfernen sein werden. Allerdings hat meine Schwester ein Surface Laptop mit Alcantara, und das sieht noch immer gut aus, obwohl sie nicht so achtsam damit umgeht wie ich es im Allgemeinen mache😉

Da ich als Oberstufenschülerin sehr viele Dokumente verfassen und PowerPoints erstellen muss, habe ich natürlich auch einen großen Wert auf die Tastatur des Gerätes gelegt. Das Material der Tasten ist sehr angenehm und es ist nicht schwer, die Tasten einzudrücken. Was ich außerdem als sehr praktisch empfinde, ist die Beleuchtung der einzelnen Tasten, das erleichtert die Arbeit in dunkleren Räumen oder auch draußen.  Auch das Schreibgefühl ist sehr gut, ich kam sehr schnell mit der neuen Tastatur zurecht.

Ebenso ist es sehr praktisch, die Tastatur nach Belieben abnehmen und umklappen zu können, da dies die Nutzung des Gerätes als reines Tablet erleichtert.

Surface Pen

Auf die Arbeit mit dem Surface Pen habe ich mich von Beginn an am meisten gefreut, da mir eine derartige Funktion an meinem bisherigen Laptop (Lenovo Yoga 500) immer gefehlt hat. Zu Beginn der Nutzung war ich jedoch erst einmal geknickt: mir fiel es schwerer als gedacht, mit dem Stift zu arbeiten. Was mir dabei die meisten Probleme bereitete, war die verschiedenen Funktionen des Stiftes zu verstehen und herauszufinden, bei welchen Anwendungen die Benutzung des Stiftes Sinn macht und bei welchen nicht. Nach einigen Tagen des Ausprobierens fiel es mir jedoch zunehmend leichter mit dem Stift zu arbeiten.

Mein Fazit:

In Anwendungen wie OneNote oder auch in der Bibliothek des Geräts (Explorer) ist es sehr sinnvoll den Stift zu nutzen und dieser erleichtert die Arbeit enorm. Jedoch werde ich nach aktuellem Stand sowohl in Word als auch im Microsoft Edge Browser die Finger vom Stift lassen und lieber herkömmlich mit Tastatur und Touch arbeiten.

Meine Nutzung

Da ich aktuell Schülerin der 11. Klasse bin, lag der Fokus meiner Arbeit natürlich auf entsprechenden Themen: Internetrecherchen, Aufsätze und Heftaufschriebe mit OneNote standen auf dem Tagesprogramm.

Mit dem Edge-Browser bin ich persönlich sehr gut zurechtgekommen, da ich diesen schon auf meinem bisherigen Laptop (ebenfalls touchfähig) genutzt hatte – also keine große Umstellung. Auch bei Aufsätzen mit Word hat sich für mich nicht viel geändert, lediglich, dass ich näher heranzoomen musste, um meinen Text zu lesen, da das Display etwas kleiner ist und mehr Bildpunkte hat.

Das was wirklich neu für mich war – die aktive Nutzung von OneNote! Während meiner Testphase habe ich mich bemüht, alle meine Hausaufgaben und Aufschriebe mit dem Surface Pen in OneNote zu machen und war nach einer kurzen Eingewöhnungsphase begeistert. Das Beste daran für mich ist es Papier zu sparen, endlose Seiten und letztlich auch alle Schulunterlagen digital und gesammelt zur Verfügung zu haben, egal auf welchem Gerät. Ja, es war zunächst ungewohnt auf einem Display anstatt auf Papier zu schreiben und zu meinem Missfallen sah auch meine Handschrift in den ersten Aufschrieben grauenhaft aus. Doch wie alles im Leben, ist dies eine reine Gewöhnungs- und Übungssache!

Wie das nun bei mir aussieht könnt ihr den folgenden Bildern entnehmen:

Akkulaufzeit

Die lange Akkulaufzeit war für mich einer der besten Aspekte des Gerätes, was aber vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Akku meines derzeitigen Laptops, wenn es gut läuft, für das Schreiben einer Kurzgeschichte ausreicht😉!

Das Surface Pro 7 konnte ich ohne Probleme ein bis zwei Tage – ohne nachzuladen – für meine schulischen Aktivitäten nutzen (ca. bei mittlerer Helligkeit). Apropos Helligkeit: was bei meinem derzeitigen Laptop die hellste Einstellung war ist hier beinahe die dunkelste – großes Plus!

Das erneute Aufladen des Gerätes erfolgt sehr schnell und das passende Netzteil und Kabel sind auch sehr zufriedenstellend. Der angebrachte Magnet ermöglicht es, den Anschluss am Tablet leicht zu finden, jedoch fällt das Kabel bei Bewegung des Gerätes auch sehr leicht wieder ab.

Fazit

Nachdem ich das Surface Pro 7 nun zwei Wochen lang testen durfte, kann ich zusammenfassend festhalten, dass dieses mich im Großen und Ganzen überzeugt hat. Und das sogar so sehr, dass ich mich nun dazu entschlossen habe, meinen Laptop durch dieses ersetzen zu lassen – gut einen Papa zu haben, der Surface-Fan ist 😊. Vor allem das handschriftliche Schreiben in OneNote, welches ich geplanter Weise auch im Unterricht nutzen werde, aber auch die Möglichkeit, das Gerät als Laptop und als Tablet zu nutzen, haben mich letztlich überzeugt.

Wie jedes Gerät hat auch dieses einige Kritikpunkte, so wie das empfindliche Material der Tastatur und der sich leicht lösende Stecker, doch alles in allem bin ich mit dem Tablet so zufrieden, dass es mir leichtfällt über diese hinwegzusehen.

Übrigens habe ich mich für die mattschwarze Variante des Gehäuses entschieden und für die Farbe der Tastatur und des Stifts bordeauxrot gewählt, weil ich diese Kombination einfach besonders toll finde ❤!

Letzten Endes kann ich nur noch sagen, dass ich mich sehr auf die kommende Arbeit mit dem Surface Pro 7 freue!

Ich hoffe euch hat mein Artikel gefallen, falls ihr noch Fragen und Kommentare habt könnt ihr sie hier gerne loswerden,

Über den Autor: Jessica Paatsch

Jessica Paatsch
Ich bin Schülerin der gymnasialen Oberstufe eines G8-Gymnasiums in Baden-Württemberg.