28 Jun 2017

Surface Pro i5 passiv gekühlt – geht das überhaupt?

Das war eine der ersten Fragen, die ich mir nach der Produktpräsentation des neuen Surface Pro gestellt hatte. Gehen tut das natürlich schon, die Frage muss daher präziser lauten: “Zu welchem Preis wird das erreicht”? Diese Frage beantwortet nun ein Kollege von WindowsCentral…

Ich muss schon zugeben, manchmal nervt mich der Lüfter meines Surface Pro 3 schon (i5-Version). Und daher hatte ich neidisch auf die lüfterlose m3-Variante des Surface Pro 4 geschielt, als dieses im Oktober 2015 vorgestellt wurde.

Und nun ist dies sogar bei der aktuellen i5-CPU der KabyLake-Reihe möglich, genau genommen mit der CPU vom Typ Core i5-7300U, welche im Surface Pro (2017) zum Einsatz kommt. Grundsätzlich ist die KabyLake Reihe von Intel dafür gebaut weniger Abwärme zu produzieren und Microsoft hat bei der Entwicklung des neuen Modells wie auch bereits beim Pro 4 wieder Verbesserungen bei der passiven Kühlung erreicht. Und dies zusammen soll nun reichen, um ein passiv gekühltes Tablet mit i5 und ordentlicher Leistung anbieten zu können.

Microsoft_Surface Pro

Nach der Präsentation ist die erste Freude und Euphorie dann doch berechtigten Zweifeln gewichen. Dass das technisch möglich ist glaube ich aufs Wort, allerdings kam in mir sofort der Verdacht auf, dass Microsoft hier sehr schnell ein sogenanntes “Thermal Throttling” einsetzt, also die Leistung der CPU verringert, um dadurch weniger Abwärme zu erzeugen. Das würde dann zwangsweise dazu führen, dass die i5-CPU ihre Leistungsfähigkeit  – wenn überhaupt – nur sehr kurz entfalten kann und dann zur Verringerung der Verlustleistung gedrosselt wird.

Offen gesagt hat mich das bisher von einer Bestellung abgehalten, denn ich wollte erst wissen, dass ich nicht die Katze im Sack kaufe.

Die gleiche Befürchtung hatten sicherlich viele potentielle Kunden und auch die Kollegen von WindowsCentral. Und diese haben daher einen Test durchgeführt, wie sich ein Surface Pro mit i5 CPU gegenüber der aktiv gekühlten i7-Variante schlägt. Zusammengefasst kann man sagen: es schlägt sich ausgezeichnet!

Hier die wichtige Ergebnisse dieses Tests

(Quelle: WindowsCentral)

  1. Microsoft hat die TDP (Termal Design Power) zur Erreichung das lüfterlose Design nicht reduziert.
  2. Das Core i5 Modell hält seinen Turbo-Takt von 3.5 GHz für kurze Zeit aufrecht (~5 bis 15 Minuten).
  3. Selbst nach 30 Minuten konster CPU-Nutzung fällt die CPU nicht unter ihre Basisfrequent von 2.6 GHz.
  4. Es gibt kein “thermal throttling”.
  5. Die Gehäusetemperatur liegt leicht unterhalb des lüftergekühlten i7-Modells (max. 42°C beim i5 gegenüber 44°C beim i7).
  6. Die Batterie scheint beim i5 länger zu halten als beim Core i7-Modell.
  7. Surface Pro (2017) Core i5 ist deutlich leistungsstärker und zeigt eine bessere Batterie Laufzeit gegenüber dem Surface Pro 4 mit Core i5.
  8. Surface Pro (2017) Core i5 ist auch schneller als das luftgekühlte Surface Laptop mit Core i5-CPU.

Wer sich für mehr Details interessiert sollte bei den Kollegen mal vorbeischauen, hier nochmals der Link!

An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Daniel Rubino für diesen tollen Test und an Martin Geuss von Dr. Windows, der mich auf diesen hingewiesen hat! Jetzt muss ich schnell zum Ende kommen und schnell meiner Frau klarmachen, dass da bald ein Betrag um die 1.500 € von unserem Konto abgehen wird!

Hier geht es direkt zum Store, falls ihr nun auch von allen Zweifeln befreit sein solltet…

Wie seht ihr das? Habt ihr auch wie ich darauf gewartet zu erfahren, wie es sich mit dem i5 Modell verhält?

Über den Autor: Thomas Paatsch

Thomas Paatsch
Wie auch Ralf bin ich ein Fan der Surface Produktfamilie und bin neben ihm hier einer der Hauptverfasser von Artikeln zu diesem Themengebiet. Nach einem Ausflug zur Konkurrenz (Toshiba Portégé) bin ich mittlerweile ins Surface Lager zurückgekehrt und heiße ein Surface Pro 6 mein Eigen. In meinem Haushalt gibt es aber auch noch einen Surface Laptop 1.