12 Aug 2017

Gut oder nicht gut? Heiße Diskussion um Surface Qualität entbrannt

Als treuer Surface-Fan schmerzt es einen natürlich besonders negative Schlagzeilen zu lesen. Trotzdem sind wir hier natürlich offen genug über gutes und schlechtes von der Surface-Front zu berichten. Und da gibt es gerade eine heiße Diskussion um die Qualität der Surface-Serie von Microsoft.

Die Verbraucherorganisation Consumer Reports führt in den USA regelmäßig Umfragen zur Qualität und Zuverlässigkeit von Produkten durch. Und die sieht das Produkt „Surface“ aktuell auf dem letzten Platz!

Insgesamt wurden wohl 90.000 Benutzer zu Problemen mit ihren Notebooks bzw. Tablets befragt. Und in dieser gaben 25 % der Surface Besitzer an, bereits mindestens ein Probleme in zwei Jahren mit dem Produkt gehabt zu haben. Aber auch die anderen Hersteller (mit Ausnahme Apple) sehen nicht viel besser aus, was natürlich für eine Premium-Marke wie „Surface“ keinerlei Entschuldigung sein kann.

Trotzdem drängt sich mir die Frage auf, was denn hier als Problem definiert wird: ist es bereits ein Problem, wenn das Surface mal nicht bootet oder sich aufhängt oder wird ein Fall erst zum Problem, wenn ein tatsächlicher Defekt vorliegt und das Gerät zum Service muss? Letzteres wage ich zu bezweifeln, denn das widerspricht sowohl einer Studie von JDPower, bei der Microsoft im April auf dem 1. Platz der Kundenzufriedenheit landete (noch vor Apple) als auch den Aussagen von Microsoft selbst, welche von einem IPU (Indident per Unit) von unter einem Prozent sprechen.

Zugegeben: insbesondere das Surface Pro 4 und auch das Surface Book kämpften zum Marktstart mit massiven Problemen, welche erst durch mehrere Firmware- und Treiberupdates behoben werden konnten. Wobei hier vermutlich der schwarze Peter eher bei Intel gelegen haben dürfte, denn auch andere Devices mit Skylake-Chipsets kämpften mit ähnlichen Problemen. Aber auch das aktuelle Surface Pro (2017) hatte ein „Schlafproblem“ und erst ein Firmware-Update hat es aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.

Auch in Redmond hat die Studie natürlich für Aufregung gesorgt. Am späten Freitag Nachmittag (US-Zeit) meldete sich Panos Panay mit einem entsprechenden Statement und zweifelte darin das Ergebnis offen an. Microsofts eigene Qualitäts-Studien würden aufzeigen, dass die Rücklauf- und Reparatur-Quote „weit unterhalb“ des genannten 25 Prozent Wertes liegen würde.

Mal sehen, was wir in den nächsten Tagen noch zu diesem Thema so alles hören und lesen werden. Auf jeden Fall finde ich es schon fast dreist von „Consumer Reports“ eine Kaufwarnung für eine Produktfamilie auszusprechen ohne gleichzeitig eine saubere Definition der Grundlage der erhobenen Probleme zu veröffentlichen. Wenn der Fall wirklich so groß ist wie angegeben, dann sollte man auch offen darlegen, was als Problem angesehen wird und somit in die Statistik eingeht und nicht einfach nur mit Zahlen um sich schmeißen.

Was ist eure Erfahrung? Mich würde hier mal eine eigene Statistik interessieren, daher habe ich mal eine Umfrage gestartet, bei der ich um eure Stimme bitte! Die Ergebnisse werden dann hier veröffentlicht!

HIER GEHT ES ZUR UMFRAGE

Über den Autor: Thomas Paatsch

Thomas Paatsch
Wie auch Ralf bin ich ein Fan der Surface Produktfamilie und bin neben ihm hier einer der Hauptverfasser von Artikeln zu diesem Themengebiet. Nach einem Ausflug zur Konkurrenz (Toshiba Portégé) bin ich mittlerweile ins Surface Lager zurückgekehrt und heiße ein Surface Pro 6 mein Eigen. In meinem Haushalt gibt es aber auch noch einen Surface Laptop 1.