Ich habe es getan, ob ihrs glauben wollt oder nicht: Ich habe mein Surface Pro 4 getoasted. Ja ihr habt richtig gehört, getoasted. Es ist jetzt auf der Rückseite schön braun. Und ein gewisser appetitlicher Duft umgibt nun auch mein Surface.

Ein Beitrag von Michael Stachowski, der bereits einige Artikel für SurfaceInside geschrieben hat. Diesmal widmet er sich der dem look and feel seines Surface.

Um jetzt aber jene zu beruhigen, die schon Tränen in den Augen haben und sich fragen: „Spinnt der, oder hat der Geld zu viel, oder ist das wieder eines dieser kranken Youtube-Expimente?“ NEIN! Ich hab mein Surface Pro 4 natürlich nicht in einen überdimensionalen Toaster gesteckt und geschaut, was dabei am Ende raus kommt. Vielmehr habe ich der Rückseite meines Surface Pro 4 ein Echtholz Cover der amerikanischen Firma „toast“ spendiert.

Warum

Wie alles begann: Vor gut ein paar Wochen gab mein altes Surface Pro 4 leider den Geist auf und wurde innerhalb der Garantie anstandslos durch Microsoft getauscht. Wenn so etwas passiert, beschäftigt man sich automatisch etwas mehr mit dem Gerät. Und da viel mir eben auf, dass bei der ganzen Nutzung der letzten 1,7 Jahre die Rückseite meines Surface doch etwas gelitten hatte. Viele Kratzer in unterschiedlichen Tiefen und Größenordnungen hatten sich dort leider in dem VaporMG Gehäuse verewigt. Das hatte mich schon erheblich gefuchst. Also suchte ich nach Möglichkeiten, die Rückseite meines Surface Pro 4 besser vor solchen Schäden zu bewahren. Das große amerikanische Onlineversandhaus bot natürlich eine Menge Cover und Hüllen an, in die ich mein Surface hätte stecken können. Aber das gefiel mir alles nicht. Und so suchte ich, inspiriert durch einige Besitzer von Konkurrenzprodukten aus Cupertino, nach Echtholz-Covern für mein Surface Pro 4.

Gesucht, gefunden, gekauft

Ich wurde auf die amerikanische Firma „toast“ (https://www.toastmade.com/products/surface-surface-pro.html) aufmerksam. Vom Surface 1 bis zum Surface 2017 bekommt man dort für jedes Modell Echtholz-Cover, sowohl für die Vorderseite, als auch für die Rückseite und, sofern man denn möchte, auch für das Type-Cover.

Ich entschied mich für nur für das Rückseiten-Cover. Man hat insgesamt zwischen vier Holzarten die Auswahl: Walnuss (walnut), Esche (ash), Bambus (bamboo) oder Ebenholz (ebony). Ich entschied mich für ein Rückseiten-Cover in Ebenholz. Im Lieferumfang des Päckchens befinden sich aber dennoch auch die Holzteile um auch die Seiten rings um das Surface bekleben zu können.

Preislich beginnen die Rückseiten-Cover bei 49,00 Dollar (ca. 41,50 Euro). Man kann dann auch noch auswählen ob man für das Windows Logo einen Cut-Out möchte. Das kostet dann 5,00 Dollar (ca. 4,25 Euro) mehr. Ich habe mich für diese Variante entschieden. Der Vollständigkeit halber: Das zusätzliche Front-Panel kostet weitere 15 Dollar (ca. 12,70 Euro) extra und wer es ganz individuell mag, kann auch noch einen eigenen Text mit eingravieren lassen und zahlt noch einmal 5,00 Dollar (ca. 4,25 Euro) oben drauf.

Meine Variante hat mich 54,00 Dollar gekostet. Hinzu kamen noch 9,99 Dollar Versand, so dass ich auf insgesamt 63,99 Dollar (ca. 54,12 Euro) gekommen wäre. Dachte ich zumindest. Aber ich hab die Rechnung leider ohne den deutschen Zoll gemacht. Das Paket kommt leider unverzollt zu euch. In meinem Fall bedeutete dies, dass ich von der deutschen Post einen Brief erhalten habe, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich mein Päckchen bei der zuständigen Zollbehörde abholen kann. Gesagt, getan und danach kamen auf die 54,12 Euro noch 19 % Einfuhrumsatzsteuer, also noch mal knapp 10,50 Euro. Insgesamt also, mit knapp 65,00 Euro kein billiger Spaß, dieses Echtholz-Cover aus USA. Aber nun gut, sei es drum; oder wie der Rheinländer so schön sagt: Et is wie et is.

Aufkleben

Wie kommt das Holz denn nun auf die Rückseite? Nun, die Firma „toast“ aus Portland hat an alles gedacht. Dem Paket liegt eine kurze aber gute Anleitung bei. Man schnappt sich jetzt erst mal das zum Lieferumfang gehörende Alkohol-Tuch und reinigt damit ausgiebig die zu beklebende Seite des Surface Pro – in meinem Fall also die Rückseite. Anschließend entfernt man von der ersten Hälfte die Folie. Nicht wundern, es bleiben ausgelaserte „Noppen“ übrig, wo die Klebe-Folie nicht abgeht. Das ist normal und soll so sein, weil diese ermöglichen nachher wieder eine reibungslose Entfernung des Covers. Dann wird das Cover an den Ecken genau angelegt und dann muss man das Ganze nur noch gut anpressen. Das selbe macht man dann auch mit der zweiten Hälfte und fertig ist die Verklebung. Kleiner Tipp für Pros: Falls man sich die Variante mit Windows Logo Cut-Out entschieden hat, diesen Teil des Covers genau über dem Windows Logo zentrieren so dass es passt und dann nur noch alles gut andrücken. Fertig!

Ich habe das Cover jetzt seit gut 4 Wochen im Einsatz. Ich hatte im Vorfeld einige Bedenken mitgeteilt bekommen, die ich erst austesten wollte, bevor ich den Artikel zum Besten geben wollte. Einer dieser Bedenken / Fragen war, wie es denn mit der Wärmeentwicklung aussieht, nachdem das Cover aufgeklebt wurde. Nun, ich besitze ich ein Surface Pro 4 mit einem CoreM3 Chip. Je nach Belastung der CPU konnte mein Arbeitstierchen schon mal gut heiß werden. Mit dem Holz auf der Rückseite, muss ich sagen, hat sich dies aber subjektiv sehr verbessert, da das Holz die Wärme gleichmäßig verteilt und schließlich sogar sehr gut ableitet. Seit ich das Cover aufgeklebt habe, hat sich die Wärmeentwicklung definitiv verbessert. Und auch kleine Kratzer auf der Rückseite sind nun nicht mehr zu sehen. Die Fallen aufgrund der natürlichen Maserung des Holzes einfach nicht mehr auf.

 

Alles in allem kann ich daher sagen: Es ist sicherlich keine billige Angelegenheit, dieses Accessoire aus den USA nach Deutschland zu importieren. Aber es ist auf jeden Fall ein absoluter Augenfang im tägliche Einsatz und veredelt den eh schon hochwertigen Charakter des Surface noch einmal erheblich.

 

 

 

Zum Autor

Michael Stachowski ist Office 365 Consultant bei der utilitas GmbH, spezialisiert auf Modern Workplace, Microsoft Intune und Skype for Business. Seit über 1 1/2 Jahren setzt er auf ein Surface Pro 4 und ein Lumia 950 . “Mehr brauch ich zum arbeiten nicht”. Er gründetet die TechConnect Facebook Community “Microsoft Surface Community Deutschland”

Vielen Dank Michael für diesen Beitrag.

 

4 Antworten auf Surface in Holzoptik

  • Wie stark trägt das ganze eigentlich auf? Die Frage ergibt sich, wenn man das SP3-Dock *mit Adapter* für SP4 nutzt, welches wie angegossen passt.

  • Holz leitet nicht ab, im Gegenteil!

    Ich kann Niemanden, der sein Surface tagtäglich nutzt, empfehlen, diese beschriebene Verschönerungsoption zu wählen.
    Ausserdem gibt es etliche und genau passende Folien, welche wesentlich günstiger sind und sich auch rückstandsfrei wieder entfernen lassen. Mein Surface 4 Pro habe ich damit individualisiert.

  • Danke für den Bericht.
    Ich stimme zu, es sieht gut aus. Auch verdeckt es die Schrammen die halt mit der Zeit tatsächlich zahlreich kommen.
    Hin und wieder habe ich auch daran gedacht mein SF zu bekleben, habe ich doch alle Möglichkeiten dazu zu Hause. (bin Grafiker und Werbetechniker).
    Aber ich habe Bedenken, die der Bericht hier bestätigen.

    Zitat:
    “Je nach Belastung der CPU konnte mein Arbeitstierchen schon mal gut heiß werden. Mit dem Holz auf der Rückseite, muss ich sagen, hat sich dies aber subjektiv sehr verbessert, da das Holz die Wärme gleichmäßig verteilt und schließlich sogar sehr gut ableitet.”

    Das ist eine krasse Fehlinterpretation.
    Das Holz isoliert die Wärme wunderbar! Von weiterleiten kann gar keine Rede sein. Natürlich wird die Oberfläche nun nicht mehr so warm, genau so wie man seinen Kachelofen wieder anfassen kann, wenn man Wärmeschutz-Platten an die Kachel anklebt …

    Bei meinen i7 würde das bedeuten, der Lüfter würde nun viel öfters anlaufen um die aufgestaute Wärme, nun per Luft, abzuführen.
    Ein Metallgehäuse, welches die Wärme aufnimmt und über Strahlung an die Umgebung wieder abgibt, ist ein wesentlicher Teil einer Rechner-Kühlung.

    Ich persönlich würde von einer Beklebung abraten, jedenfalls für Leute die ihr SF4 öfters am thermischen Limit betreiben.

    • Hier muss ich Ihnen voll zustimmen.
      Nutze ebenfalls eine i7-Version des SF4 (und Grafiker bin ich auch 😉 ), aus Angst vor Kratzern hatte ich bei meinem neuen Surface eine Schutzfolie auf der Rückseite aufgebracht. Die Temperaturen gingen nach entfernen der Folie deutlich nach unten. Somit kann ich aus eigenen Erfahrungen bestätigen das die Folien einen termischen Einfluss auf das Gerät haben.
      Die Ingenieure/Designer des Surface haben sich bei ihrer Material-Wahl mit Sicherheit auch aus termischen/abwärmetechnischen Gründen für Magnesium entschieden. Magnesium hat eine vergleichbar gute Wärmeleitfähigkeit wie die meisten Aluminium-Legierungen (~170 W/(m·k)), Holz hingegen hat einen verschwindend geringen Wärmeleitwert (0,09-0,19 W/(m·k)). (Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmeleitf%C3%A4higkeit).

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